Dienstag, 24. Oktober 2017

„Migrantenfreie Zone Osteuropa“? Warum gibt Viktor Orbán Soros Pläne bekannt und warum helfen westliche Medien dabei?



Wenn Regierungsoberhäupter nicht (mehr) in die globale Agenda des US-Imperiums passen, werden sie in den US-hörigen Westmedien üblicherweise als „irre“, „verrückt“ und „gefährlich“ gebrandmarkt. Auch Ungarns alter und neuer Staatschef Viktor Orbán bekam gestern von der CIA-gelenkten BILD-Zeitung das Prädikat „irre“ verliehen. Es sei ein „irrer Auftritt“ Orbáns gewesen, weil er Ost-Mitteleuropa zur „migrantenfreien Zone“ erklärt hatte. (Quelle: BILD, 23.10.2017)

Schön, das er das erklärt - aber meint er es auch so?


Und damit nicht genug: Der ungarische Ministerpräsident klärte auch einmal mehr darüber auf, dass die jüngsten Flüchtlingsströme nach Europa eine planmäßige Invasion sind, die von einer globalen „Finanzmacht“ gesteuert wird, um aus Europa einen „Mischkontinent“ zu machen. Ein „Spekulanten-Imperium“ habe die EU und einige ihrer wichtigsten Mitgliedsstaaten in „Geiselhaft“ genommen. Den Namen des Geostrategen und US-Spekulanten George Soros nannte Orbán in seiner Rede dieses Mal nicht, aber er macht ansonsten in letzter Zeit keinen Hehl daraus, dass er Soros für einen der Hauptverantwortlichen hält, die Europa mit der Migrationswaffe unterdrücken und die nationalen Identitäten in Europa vernichten wollen.

„Nur wir leisten noch Widerstand“, sagte Orbán mit Verweis auf Ungarn, Tschechien, die Slowakei und Polen, die allesamt die EU-Quoten zur Zwangsverteilung von Asylanten ablehnen. Wo er Recht hat, hat er Recht. Tatsächlich leistet der Westen Europas keinerlei Widerstand mehr, ganz im Gegenteil: In der Bundesrepublik Deutschland beispielsweise wird die Invasion der Migrantenmassen von den politischen Verantwortlichen regelrecht herbeigesehnt und nach Kräften gefördert – und zwar nicht erst seit Merkels Zeiten. Der Plan, der laut Orbán geschmiedet wurde, um aus Europa einen Mischkontinent zu machen, ist ja schon sehr alt und wurde nach Ende des Zweiten Weltkrieges von den westlichen Machteliten unter Führung des US-Imperiums um Rockefeller und Kissinger sofort wieder aufgegriffen.

Orbán hat diesen Plan nun noch einmal sehr deutlich beim Namen genannt. Oder war es mehr eine offizielle Bekanntgabe? Auf jeden Fall scheint an dem Plan mehr dran zu sein, als es der Normalbürger bisher ahnte. Das zeigt auch die typische Reaktion westlicher Medien, die Orbáns Aussagen als „Verschwörungstheorien“ (BILD, 23.10.2017) oder gar als „antijüdische Rhetorik“ wie zu NS-Zeiten (t-online, 24.10.2017) bezeichnen. Solche pawlowschen Reflexe der Journaille sind ein sicheres Indiz dafür, dass an der Sache mehr dran ist, als man zugeben will.

Trotzdem verwundert es, dass westliche Medien Viktor Orbán so erstaunlich folgsam bei der Verbreitung seiner angeblich doch „irren“ Aussagen behilflich sind. Bleibt der US-hörigen Journaille nichts anderes übrig, als gute Miene zum (für ihre Brötchengeber) bösen Spiel zu machen? Oder sollen wir alle nur glauben, dass es ein böses Spiel ist? Für denkende Menschen ist es doch schon lange offenkundig, dass eine Überfremdung unseres Kontinents in diesem Ausmaß binnen weniger Jahrzehnte kein Zufall sein kann. Und auch die Suche nach den Verantwortlichen fällt nicht wirklich schwer, wenn man sich mit den transatlantischen Machtstrukturen beschäftigt, die Europa seit 1945 besetzen und kontrollieren.

Warum aber betätigt sich ausgerechnet Viktor Orbán als Augenöffner für die blinde, unwissende Masse? Immerhin war der ungarische Ministerpräsident mehr als sein halbes Leben lang ein braver Gefolgsmann von George Soros. Das begann schon Mitte der 1980er Jahre, als er ein junger Student in Budapest war. George Soros nahm damals massiven Einfluss auf junge Studenten in Budapest, weil er willige Gefolgsleute brauchte, die den geplanten Umsturz im Ostblock mittragen und anschließend wichtige Führungspositionen in der Zeit nach der Wende besetzen. Soros betrieb schon damals seine bis heute übliche Machtstrategie auf fremdem Staatsgebiete, nämlich vermeintliche Oppositionsgruppen aufzubauen und zu finanzieren, um politisch unliebsame Regierungen zu stürzen. Die ZEIT schrieb dazu:


"Allein vom Sommer 1984 bis zum Sommer 1985 hatte Soros’ Stiftung kritische Studenten in Ungarn mit Stipendien von umgerechnet 300.000 Euro bedacht. Hinzu kamen Dutzende Computer sowie Kopierer vom Typ Xerox-1025, damaliger Stückpreis 4221 US-Dollar – erst für das Bibó-Kolleg, später für die 1988 gegründete Fidesz, Orbáns Partei, die zunächst als Jugendorganisation firmierte.

Die Stiftung musste ihre Ausgaben aus rechtlichen Gründen offenlegen. Aus den Unterlagen geht hervor, dass sie Fidesz-Büros, -Veranstaltungen sowie eine ganze Galaxis von Organisationen, Thinktanks, Verlagen und Zeitschriften, die sich um Orbán, Fodor und die anderen liberalen Rebellen drehte, mit teurer Hardware ausstattete und durchfinanzierte."


Orbán wurde damals schnell zum begeisterten Soros-Anhänger. Von April 1988 an arbeitete er in Budapest für die Soros Foundation of Central Europe Research Group, erhielt 1989 ein Stipendium für Geschichte in Oxford. Das Studium brach er 1990 vor der ungarischen Parlamentswahl ab, um in die Politik zu gehen. Oder anders gesagt: Er wurde von Soros in die Politik geschickt. Dort tat der Vasall, was ihn Soros Machtclan geheißen hatte. 1988 war er einer der Gründer des „Bundes Junger Demokraten“. Zehn Jahre später mit gerade mal 35 Jahren wurde Orbán schon Regierungschef Ungarns. In dieser Zeit zwischen 1998 – 2002 trat Ungarn auf Betreiben Orbáns der NATO bei, ein bedeutsames Etappenziel aus Sicht der US-Geostrategen.

Mit Wissen und Unterstützung Orbáns gelang es dem gebürtigen Budapester Juden Soros auch, seine private Elite-Universität CEU („Central European University“) ab 1991 in Budapest zu betreiben. Die CEU hat ihren Sitz in den USA, ihren Campus jedoch in Budapest. Es ist ein typisches trojanisches Pferd, ein Staat im Staate, mit klarem Ziel: Die „globalen Führer von Morgen“ heranzüchten. Also Soros willige Handlanger, die dann global als Agenten seiner Machtpolitik tätig werden sollen. Damals half Orbán, das trojanische Pferd CEU zu installieren – warum will er es dann heute loswerden bzw. mit Gesetzen einschränken?

Von den westlichen Medien wird Orbán als „Rechter“ gescholten, als einer, der Soros wegen seiner jüdischen Herkunft angreift und eine „antijüdische Rhetorik“ an den Tag legt. Dieser Schwindel ist schnell als Medienente aufgeklärt, denn tatsächlich war Orbán der erste Regierungschef Ungarns, der eine „Mitverantwortung des Landes am Holocaust eingestanden hat und dafür um Entschuldigung bat“. Wie erklärt sich dieser Widerspruch zwischen Realität und Mediendarstellung? Sollen wir Medienkonsumenten damit aufs Glatteis geführt werden?

Es kommt noch besser, denn Orbán steckte so tief im Sumpf der globalen Agenda, dass er auch entsprechende Auszeichnungen erhielt. Auf die Öffentlichkeit mögen solche Auszeichnungen als schöne Ehrungen wirken, aber sie haben vor allem eine interne Funktion: Die Eingeweihten erkennen daran ihre eigenen Leute. Wer bestimmte Auszeichnungen erhält, der gehört zu bestimmten Machtzirkeln. Über Orbán wird kolportiert, er habe sich ab Ende der 1990er Jahre von Soros abgewendet, aber das erscheint wenig glaubwürdig. Tatsächlich bekam Orbán noch 2001 den berüchtigten „Franz-Josef-Strauß-Preis“ verliehen. Eine Auszeichnung, die nahezu ausschließlich politischen Akteuren der globalen Agenda vorbehalten ist. Hier befand sich Orbán in illustrer Runde mit anderen Preisträgern wie dem schlimmsten US-Dunkelmann aller Zeiten Henry Kissinger, dem US-Kriegsverbrecher George Bush Senior, den US-Vasallen Roman Herzog und Helmut Kohl sowie dem EU-Obermafiosi Jean-Claude Juncker und Rockefeller/Kissinger-Intimus Michail Gorbatschow.

Orbán gehörte also immer noch zur „Familie“ und dass er sich inzwischen davon abgewendet haben soll, ist kaum vorstellbar. Ein Politiker, der so tief in diese höchsten Machtzirkel verstrickt ist, kann nicht einfach aussteigen. Das ist ähnlich wie bei Mafia oder Geheimdiensten: Einmal rein, nie mehr raus. Jedenfalls nicht lebendig und schon gar nicht als erneuter Regierungschef ab 2010. Spätestens sein erneuter Amtsantritt macht klar, dass er nach wie vor zur „Familie“ um Soros dazugehören muss, sonst wäre er heute nicht mehr an der Macht in Ungarn.

Zur „Familie“ gehört übrigens auch die unscheinbar wirkende Konrad-Adenauer-Stiftung, bei der es sich um eine einflussreiche Denkfabrik handelt, die ganz unmittelbar der globalen Agenda des US-Imperiums folgt. Bei der Konrad-Adenauer-Stiftung werden zukünftige Staatschefs „gemacht“, wie beispielsweise der ehemalige Profiboxer Vitali Klitschko, inzwischen Bürgermeister in Kiew und hochrangiger Politiker in der Ukraine. Die Konrad-Adenauer-Stiftung war zusammen mit ihrem Schützling Klitschko an Umsturzplänen in der Ukraine beteiligt. Klitschko wurde gezielt protegiert und auf seine Rolle als künftiger Staatschef vorbereitet, um die Ukraine unter westlichen Einfluss zu bringen und Russland weiter zu isolieren.

Auch Viktor Orbán gehört gewissermaßen zu den Schützlingen der Konrad-Adenauer-Stiftung. 2007 wurde er mit Lebenslauf als Teilnehmer eines Jugendkongresses der Stiftung aufgeführt. 2012 trat Orbán zum wiederholten Male als Redner bei der Konrad-Adenauer-Stiftung in Erscheinung. Wer meint, dass Orbán das ja nur in seiner Eigenschaft als Ministerpräsident tat und Ministerpräsidenten so etwas eben tun müssen, der unterschätzt die Bindung zwischen solchen Denkfabriken und ihren Schützlingen.

Mittlerweile vollführt Orbán in der Öffentlichkeit eine scheinbar totale Wende, die politisch so gar nicht zu seinem bisherigen Leben passt. Genau das sollte einen stutzig machen. Natürlich kann es sein, dass der ungarische Ministerpräsident angesichts der Migranteninvasion von 2015 endlich begriffen hat, was uns allen hier blüht, wenn das kein Ende nimmt. Aber seine Radikalität wirkt aufgesetzt, ähnlich wie bei einem Horst Seehofer, der gegen die Flüchtlingsmassen wettert, obwohl er selber zur Machtelite gehört, die all das verursacht hat.

Orbáns Geschrei gegen Soros ist viel zu schrill, als dass es ernst gemeint sein kann. Wenn dann noch westliche Medien dabei helfen, dass Geschrei zu verstärken, dann weiß man, woher der Wind weht. Die Strategie ist nicht neu. Wer hat damals am lautesten gegen die Juden in Europa geschrien und den Antisemitismus erschaffen? Die Juden selbst, genauer gesagt die Zionisten, die ihre jüdischen Landsleute mit aller Macht aus Europa vertreiben (lassen) wollten, um einen eigenen Judenstaat in Palästina zu errichten. Schreien kann jeder, aber nicht jeder weiß, warum einer schreit. Also lieber nicht zu früh freuen, wenn einer aus der globalen Agenda plötzlich gegen Migranten schreit, sonst tappt man ganz schnell in die Populistenfalle.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen